Fehlende Alt-Texte
Informationshaltige Bilder bleiben ohne sinnvolle Beschreibung unverständlich.
Vor einem WCAG Audit lohnt sich der Blick auf wiederkehrende Fehlerbilder. Viele Barrieren tauchen in Audits nicht als exotische Sonderfälle auf, sondern als bekannte Muster in Navigation, Formularen, Farben, Komponenten und Content.
Wer diese typischen WCAG Fehler früh erkennt, reduziert Nacharbeit, beschleunigt Reviews und geht deutlich vorbereiteter in ein WCAG Audit, in interne Qualitätssicherung oder in die Priorisierung eines Relaunchs.
Informationshaltige Bilder bleiben ohne sinnvolle Beschreibung unverständlich.
Texte und Bedienelemente werden schwer lesbar, besonders mobil oder bei Sehschwächen.
Interaktionen sind nur mit Maus erreichbar oder verlieren den Fokus.
Eingabefelder sind schlecht verständlich und Fehler schwer korrigierbar.
Überschriften, Landmarken und Zustände sind nicht konsistent aufgebaut.
Diese Muster sind typische Kandidaten für schnelle Funde in einem Audit oder Review.
Tastaturnutzer verlieren die Orientierung, obwohl Elemente technisch erreichbar wären.
„Mehr“ oder „Hier klicken“ funktionieren in Karten, Listen und Screenreader-Ausgaben schlecht.
Visuell saubere UI ist nicht automatisch robust für Screenreader, Tastatur und Zoom.
Wenn A11y erst kurz vor Launch geprüft wird, steigen Aufwand und Risiko unnötig.
Viele Barrieren entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Zeitdruck, unklaren Zuständigkeiten oder Komponenten, die visull gut aussehen, aber technisch zu wenig Semantik mitbringen.
Deshalb ist Barrierefreiheit am stärksten, wenn sie nicht erst am Ende geprüft wird, sondern als Qualitätsmerkmal in Design, Entwicklung und Content-Erstellung mitläuft.
Nein. Die Liste hilft bei Vorbereitung und Priorisierung, ersetzt aber keine systematische Prüfung mit Kontextbewertung und manuellen Tests.
Zuerst die Barrieren mit hoher Auswirkung auf Orientierung, Bedienbarkeit und Kernprozesse: Fokus, Tastatur, Formulare, Kontrast und semantische Struktur.
Weil sie in Standard-Komponenten entstehen und oft in Designsystemen, CMS-Modulen oder wiederverwendeten Patterns verankert sind.
Der Leitfaden zeigt nicht nur einzelne Verstöße, sondern die zugrunde liegenden Ursachen und die sinnvollsten Gegenmaßnahmen. Wenn aus den typischen Fehlern ein konkretes WCAG Audit werden soll, ist der nächste Schritt eine gezielte Analyse.